TrekStor Primetab: Günstiges LTE Android Tablet Im Test

Gemessen am günstigen Preis von 250 Euro (in China Shops schon ab circa 170 Euro erhältlich) bietet das Chuwi Hi9 Air einiges – zumindest auf dem Papier. Ob uns das Android-Oreo-Tablet mit hochauflösendem 2K-Display, Deca-Core-Prozessor und Dual-SIM-LTE auch in der Praxis überzeugen konnte, klärt unser Test.

Das Hi9 Air steckt in einem mattschwarzen Kunststoffgehäuse. Die Abmessungen betragen 241,7 × 172 × 7,9 mm bei einem Gewicht von 550 g. Das kompakte Gerät liegt mit den abgerundeten Seiten angenehm und gut in der Hand. Auf der rechten Seite sitzen Power-Button und Lautstärkewippe, beide mit gutem Druckpunkt. Oben gibt es einen Micro-USB-Anschluss und eine Kopfhörer-Buchse. Vorne oberhalb des Displays mittig sitzt die Frontcam, die Hauptkamera hinten oben mittig.

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Bild: Techstage

Die Hauptkamera ist in ein längliches Kunststoffelement eingefasst, das abnehmbar ist. Darunter sind ein Micro-SD-Karten- und zwei SIM-Kartenslots verborgen. Während sich das Hi9 Air trotz Plastikgehäuses verhältnismäßig wertig zeigt, trübt die etwas billig wirkende Kunststoffabdeckung den Gesamteindruck ein wenig. Davon abgesehen ist die Verarbeitungsqualität des Android-8-Tablets gut.

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Bild: Techstage

Für die Leistung sorgt beim Hi9 Air eine Deca-Core-CPU des Typs Helio X20 von Mediatek. Sie besteht aus einer Dual-Core-Einheit mit Cortex-A72-Kernen mit einem Maximaltakt von 2,3 GHz. Dazu gesellen sich zwei Quad-Core-Einheiten mit jeweils vier Cortex-A53-Kernen mit einem Maximaltakt von 1,4 respektive 1,85 GHz. Der Arbeitsspeicher ist 4, der interne Speicher 64 GByte groß. Letzterer ist per Micro-SD-Karte um bis zu 128 GByte erweiterbar.

Mit eingelegter SIM-Karte funkt das Hi9 Air im LTE-Netz mit bis zu 300 Mbit/s im Downstream inklusive des bei manchen China-Geräten nicht unterstützen Band 20. Dem Nutzer stehen zwei Micro-SIM-Slots für die Nutzung von zwei SIM-Karten zur Verfügung. Die Verbindung zu einem Router erfolgt per WLAN nach 802.11 a, b, g, n und ac im 2,4- und 5-GHz-Frequenzbereich. Zu den weiteren Spezifikationen des Hi9 Air gehört Bluetooth in Version 4.0 und GPS. Einen Kompass hat das das Tablet nicht und auch NFC ist nicht an Bord. Der fest verbaute Akku hat eine Kapazität von 8000 mAh.

>Technische Daten
CPU MediaTek Helio X20 (MT6797), 2x 2.30GHz (ARM Cortex-A72) + 4x 1.85GHz (ARM Cortex-A53) + 4x 1.40GHz (ARM Cortex-A53)
RAM 4GB (LPDDR4)
Festplatte 64GB Flash (eMMC5.1)
Grafik ARM Mali-T880 MP4 (IGP)
Display 10.1", 2560x1600, Multi-Touch, IPS
Anschlüsse 1x USB 2.0 Micro-B
Wireless WLAN 802.11a/b/g/n/ac, Bluetooth 4.0
Navigation GPS, A-GPS, GLONASS
SIM 2x Micro-SIM (4G LTE, 3G UMTS, 2G GSM)
Mobilfunk LTE-A Cat6 (300/50), UMTS (42/5.76), GSM (3.1/1.8)
Netze 4G (B1/B2/B3/B5/B7/B8/B20/B40), 3G (B1/B2/B5/B8), 2G (B2/B3/B5/B8)
Cardreader microSDXC (bis 128GB)
Webcam 5.0 Megapixel (vorne), 13.0 Megapixel, Blitz (hinten)
Betriebssystem Android 8.0
Akku Li-Polymer, 8000mAh
Abmessungen 241.7x172.0x7.9mm
Gewicht 550g
Farbe schwarz
Besonderheiten Beschleunigungssensor, Lichtsensor

Das 10,1 Zoll große Display des Hi9 Air löst 2560 × 1600 Pixel auf und zeigt Inhalte somit ausreichend scharf an. Während die Blickwinkelstabilität gut ist, leuchtet das Panel nicht allzu hell uns ist somit für den Außeneinsatz nur bedingt geeignet. Die Farbwiedergabe hingegen ist zufriedenstellend, wenn auch mit einem ganz leichten Grünstich, der beispielsweise die Farbe Weiß etwas gräulich erscheinen lässt. Dem kann der Nutzer innerhalb der Systemeinstellungen jedoch entgegenwirken: Die Option MiraVison erlaubt die manuelle Einstellung von unter anderem Farbtemperatur, Kontrast und Sättigung. Auf Fingereingaben reagiert der Bildschirm gut und präzise.

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Bild: Techstage

Die Hauptkamera des Hi9 Air stammt von Samsung, löst 13 Megapixel auf und hat einen LED-Blitz. Vorne gibt es eine 5-Megapixel-Knipse für Selfies und Videotelefonie. Für ein verhältnismäßig günstiges Gerät kann sich die Qualität beider Linsen sehen lassen. Der Nutzer darf allerdings auch kein zu hohen Erwartungen haben – für halbwegs brauchbare Schnappschüsse und Skype-Calls sind beide Kameras jedoch zu gebrauchen, auch wenn Bilder tendenziell etwas blass sind.

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Chuwi Hi9 Air - Testbilder (7 Bilder)

(Bild: Techstage)

Mit dem Helio-X20-Prozessor legt das Hi9 Air eine ordentliche Performance an den Tag. Im AnTuTu-Benchmark kommt das Gerät auf etwas mehr als 100.000 Punkte. Negativ fällt zwar auf, dass die Navigation durch das User Interface nicht absolut flüssig vonstattengeht, es dabei wahrnehmbare Ruckler gibt – die prinzipielle Systemleistung hingegen ist gut. Apps starten schnell und im Test kam es zu keinen auffälligeren Denkpausen, auch nicht bei vielen gleichzeitig laufenden Applikationen. Auch grafisch anspruchsvollere Spiele meistert das Hi9 Air ohne Probleme.

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Mit dem 8000-mAh-Akku kamen wir in der Praxis auf eine Laufzeit von bis zu acht Stunden – nicht übel. Einmal komplett aufladen dauert mit um die fünf Stunden allerdings extrem lange. Vom Klang der beiden nach oben abstrahlenden Lautsprecher waren wir überrascht: Zwar kommt im Bassbereich nur wenig rüber, in den oberen Frequenzbändern tönt es aber klar und detailliert. Auch beim Telefonieren, das geht bei dem Tablet mit eingelegter SIM-Karte dank vorinstallierter Telefon-App nämlich, machen die Lautsprecher einen guten Job. Die Sprachqualität ist auf beiden Seiten gut.

Als Betriebssystem kommt beim Hi9 Air Android 8.0 ohne größere Anpassungen von Herstellerseite zum Einsatz. Stand der Sicherheitsupdates war im Testzeitraum der 5. Februar 2018. Erfreulicherweise gibt es keine Bloatware – abgesehen von einem vorinstallierten Dateimanager –, das System präsentiert sich dem Nutzer schlank und aufgeräumt. Über zukünftige Updates gibt es aktuell keine Informationen.

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Chuwi Hi9 Air - Software (6 Bilder)

Auf dem Hi9 Air läuft Android 8.0 ...

(Bild: Techstage)

Für den Preis von rund 170 Euro in chinesischen Onlineshops bietet das Chuwi Hi9 Air ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Für kleines Geld bekommt der Käufer ein Tablet mit hochauflösendem Display, ordentlicher Performance, brauchbaren Kameras und LTE mit zwei SIM-Karten. Die Kritikpunkte hingegen halten sich in Relation zum Preis Grenzen: Die Farbwiedergabe dürfte etwas besser sein, die UI etwas flüssiger laufen und die Kunststoffabdeckung der Karten-Slots etwas stabiler wirken.

Eine Alternative zum Hi9 Air ist beispielsweise das Trekstor Primetab (Testbericht), das jedoch eine deutlich schlechtere Performance hat. Sehr gut gefallen uns hingegen das Huawei Mediapad M5 8.4 (Testbericht) und das Huawei Mediapad M5 10.8 (Testbericht), die Geräte sind allerdings deutlich teurer als das Chuwi-Tablet.

Source :>https://www.techstage.de/test/Chuwi-Hi9-Air-guenstiges-Dual-SIM-LTE-Tablet-im-Test-4110876.html<

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