Android Speicher Voll Und Handy Langsam? So Schaffen Sie Platz Und Machen Es Flott

Android wird mit der Zeit immer träger. Das liegt unter anderem an ungenutzten Applikationen, die das Smartphone zumüllen. So putzen Sie Ihren Android-Speicher wieder blank.

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Nicht nur bei PCs lohnt es sich den Speicher ab und an aufzuräumen - auch Android profitiert davon. © iStockphoto.com/Svariophoto

Fotos, Videos, Musik, dazu Dokumente, Downloads und natürlich App-Daten – das alles laden Sie regelmäßig aus dem Internet oder anderen Quellen. Manches geschieht dabei beabsichtigt, vieles auch ohne Ihr Wissen. Die Folge ist eine unübersichtliche Medienbibliothek, ein vollgestopfter Speicher, ein generell langsames System.

Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei, unnötige Inhalte von Ihrem Smartphone oder Tablet zu löschen.

Status quo: Überblick verschaffen

Es gibt unter Android verschiedene „Stellschrauben“, an denen Sie drehen können, um Ihr System zu entschlacken. Dazu gehören vor allem der Speicher, aber auch das WLAN-Menü und die Synchronisierungseinstellungen, die für die nachgeladenen Daten verantwortlich sind. Doch zuerst müssen Sie herausfinden, welcher Müll sich überhaupt auf Ihrem Androiden angesammelt hat.

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Smartphone-Diagnose: Eine App, die Ihnen einen besonders guten Überblick über den Zustand Ihres Android-Mobilgeräts verpasst, ist der „ Android Assistant “. Nach dem Start zeigt Ihnen die App auf dem Reiter „Überwachung“ eine Übersicht über die CPU- und die RAM-Auslastung, den Akkustand, die Temperatur sowie die Spannung. Auch der Füllstand des internen Speichers und – falls vorhanden – der Speicherkarte sind grafisch dargestellt. Ein Tipp auf das Balkensymbol daneben offenbart eine Detailansicht, aufgeschlüsselt nach Dateityp. In der Hauptansicht „Überwachung“ finden Sie darüber hinaus auch verschiedene Optimierungshilfen wie „Cache löschen“, „App deinstallieren“ und „System bereinigen“. Der Reiter „Prozesse“ zeigt Ihnen alle offenen Tasks inklusive CPU- und Speicherbelastung an. Unter „Werkzeuge“ finden Sie Shortcuts zu Bluetooth, WLAN, GPS & Co., also alles, was die Google-Shortcuts in der aufgeklappten Benachrichtigungsleiste auch bieten.

Siehe auch: Die besten Werkzeuge für Ihr Android-Smartphone

Alternative Speicherapp: "Files Go"

Eine ebenfalls gute Übersicht verschafft die Google App „ Files Go “. Google selbst beschreibt die App als intelligenten Speichermanager, der Sie dabei unterstützt, Speicherplatz auf Ihrem Endgerät freizugeben.

Damit die App Ihren Dienst erfolgreich verrichten kann, benötigt sie die Berechtigung zur Analyse Ihrer Nutzungsdaten. Diese finden Sie in den Sicherheitseinstellungen unter „Apps mit Nutzungsdatenzugriff“. Gewähren Sie der App „Files Go“ den Zugriff auf die Nutzungsdaten.

Nach dem ersten Start ist in der Übersicht zu sehen, wie viel Speicherplatz auf Ihrem Smartphone gerade genutzt wird und wie viel noch zur freien Verfügung steht. Auf Basis der Analyse der Nutzungsdaten zeigt Ihnen „Files Go“ auf, an welchen Stellen Sie Optimierungen vornehmen können. Diese sind in Rubriken unterteilt: „Medien mit niedriger Auflösung“ zeigt Ihnen vorrangig komprimierte Bilder aus Messagingdiensten wie Whatsapp an. „Doppelte Dateien“ kommen meist über den mehrfachen Download oder die parallele Speicherung in einer Cloud-App wie Dropbox zustande. Messagingdienste wie Whatsapp bekommen zusätzlich noch einmal eine eigene Rubrik für die heruntergeladenen Dateien. Einen ersten Überblick über selten oder gar nicht verwendete Apps liefert Ihnen die Ansicht „Nicht verwendete Apps“. Oftmals sammeln sich auch recht viele heruntergeladene Dateien auf einem Gerät, die „Files Go“ über den Download-Ordner ermittelt. Den Cache der einzelnen Apps können Sie über die temporären App-Dateien löschen. Zu guter Letzt liefert Ihnen die Anwendung auch noch einen Überblick über große Dateien. Dies sind auf Smartphones oftmals Videofilme, die mit der integrierten Kamera gedreht wurden.

Für die Bearbeitung der einzelnen Rubriken bietet Ihnen „Files Go“ immer zwei Optionen: Entweder Sie selektieren die Dateien und Apps, die wirklich gelöscht werden sollen, manuell – oder Sie vertrauen dem Vorschlag von „Files Go“ und führen die Bereinigung ohne weitere Prüfung durch. Damit Sie nicht versehentlich zu viele Daten oder Apps von Ihrem Smartphone entfernen, empfehlen wir Ihnen immer eine vorherige Prüfung der Objekte, die „Files Go“ löschen soll. Damit haben Sie im ersten Schritt den Systemspeicher Ihres Smartphones optimiert. Im nächsten Schritt werfen wir einen Blick auf den Arbeitsspeicher Ihres Endgeräts.

1) Speicherreinigung

Basisreinigung: App-Rückstände und große Dateien finden

Die App „Clean Master“ ist einfach zu bedienen und leicht verständlich – trotzdem sehr wirkungsvoll. >Vergrößern

Die App „Clean Master“ ist einfach zu bedienen und leicht verständlich – trotzdem sehr wirkungsvoll.

Für eine erste Grundreinigung empfiehlt sich eine Lieblings-App der Android-Nutzer, der „ Clean Master “. Die Anwendung ist aufgrund des einfachen Aufbaus leicht verständlich. Auf der Startseite sehen Sie in Prozentpunkten, inwieweit der interne Speicher und der RAM-Speicher ausgelastet sind. Sie können hier „Mülldateien“ einsehen und über „Müll bereinigen“ den Speicher teils deutlich entlasten. Nach dem Scannen zeigt der „Clean Master“ die zu löschende Datengröße an. Möchten Sie weiter in die Tiefe gehen, öffnen Sie die „Werkzeuge“ in der unteren Leiste. Darin finden Sie die Option „Speicher bereinigen“. Tippen Sie darauf, scannt der „Clean Master“ Ihre Inhalte und zeigt Ihnen beispielsweise besonders große Dateien, Videos, selten gespielte Musik oder doppelte Fotos an, die Sie dann löschen können. Hier finden Sie auch Datenrückstände von gelöschten Apps, die nicht mehr benötigt werden. Grundsätzlich ist hier jedoch Vorsicht geboten, da dieser Rundumschlag oft auch Dateien betrifft, die etwa nicht doppelt, sondern nur ähnlich sind, und sich der Schritt nicht rückgängig machen lässt. Immerhin zeigt Ihnen der „Clean Master“ nähere Informationen zu jeder Datei an, sodass Sie besser einschätzen können, ob Sie sie löschen sollen oder nicht.

Auch der bereits genannte „ Android Assistant “ bietet eine ähnliche Funktion, hier „System bereinigen“ genannt. Aufgeteilt nach Dateityp und -größe liefert Ihnen die App eine Übersicht über alle Löschkandidaten.

Das Dienstmädchen räumt schon in der kostenlosen Version gründlich auf – in der Provariante finden Sie kein Staubkorn mehr. >Vergrößern

Das Dienstmädchen räumt schon in der kostenlosen Version gründlich auf – in der Provariante finden Sie kein Staubkorn mehr.

Eine mächtige Alternative zu „Android Assistant“ und „Clean Master“ ist die „ SD Maid “, die in der Proversion für knapp 3 Euro mit mehr Funktionen aufwartet. Das Programm wird passend zum App-Icon als „Dienstmädchen für Android“ bezeichnet. Um die volle Funktionalität des Programms auszunutzen, sind allerdings Rootrechte erforderlich.

Die App bietet in der Proversion insgesamt sieben Funktionen: App-Kontrolle, Leichenfinder, Systemreiniger, Appreiniger, Duplikate, Speicheranalyse und Datenbanken, die sich alle mit dem Thema „Reinigung“ auf unterschiedliche Art befassen. Wischen Sie mit dem Finger von links nach rechts, oder tippen Sie auf die Menüstaste oben links (drei horizontale Striche), sehen Sie alle verfügbaren Dienstleistungen der App.

Der „Leichenfinder“ befasst sich etwa mit dem Löschen von Datenmüll bereits deinstallierter Apps. Zudem zeigt die App unter „Speicheranalyse“ auf einem Blick die größten Datensammlungen im Speicher an, die Sie, falls nicht mehr benötigt, gleich entfernen können.

Siehe auch: Die besten kostenlosen Cleaner-Apps für Android

Cache: App-Zwischenspeicher löschen

In den Einstellungen jeder App finden Sie die Möglichkeit, den Zwischenspeicher, den Cache, zu löschen. Das macht Ihnen auf die Schnelle Speicher frei. >Vergrößern

In den Einstellungen jeder App finden Sie die Möglichkeit, den Zwischenspeicher, den Cache, zu löschen. Das macht Ihnen auf die Schnelle Speicher frei.

Eine wirkungsvolle Methode, um auf die Schnelle Speicher freizuschaufeln, ist das Leeren des App-Cache. Sie löschen dadurch Daten, die die Anwendung zum Zweck des schnelleren Ladens und Bedienens in den Zwischenspeicher geschrieben hat. Es ist also komplett ohne Risiko, diese Daten zu löschen. Allerdings schreibt die App die Daten wieder in den Zwischenspeicher, sobald Sie sie laden. Das kann dann auch etwas Zeit in Anspruch nehmen.

Sie können den Cache jeder Anwendung direkt im App-Menü der Android-Einstellungen löschen. Gehen Sie dazu in die Detailansicht der App, danach auf „Speicher -> Cache leeren“ oder ähnlich. Bei der „SD Maid“ finden Sie die entsprechende Funktion unter „App-Reiniger“, beim „Android Assistant“ unter „Cache löschen“. Der „Clean Master“ hat das Leeren des Cache bereits in der Funktion „Mülldaten“ integriert. Hier müssen Sie also nicht mehr selbst Hand anlegen.

Apps: Selten oder nie genutzte Anwendungen deinstallieren

Haben Sie die Basisreinigung durchgeführt und auch die großen Dateien sowie den App-Cache nach Löschkandidaten durchsucht, sollten Sie als Nächstes einen kritischen Blick auf die installierten Apps werfen. Löschen Sie alle Apps, die Sie seit der Installation nicht oder nur sehr wenig verwendet haben.

Dies können Sie entweder direkt im Apps-Menü in den Android-Einstellungen machen, oder Sie verwenden eine der von uns vorgestellten Putz-Apps. Im „Android Assistant“ finden Sie die Option unter „App deinstallieren“. Der „Clean Master“ bietet dafür den „Anwendungsmanager“ oder die Funktion „Speicher bereinigen, Apps deinstallieren“.

Die „SD Maid“ hat die „App-Kontrolle“ integriert, die Ihnen nach einem Tipp auf den grünen Aktualisierungspfeil alle installierten Apps auflistet. Ein Tipp auf einen Eintrag zeigt Ihnen Detailinfos, über die Schaltfläche „Entfernt die App und ihre Daten“ geschieht ebendieses.

Fotos: Dubletten in Bilderordnern identifizieren

Der „Clean Master“ zeigt Ihnen doppelte Fotos an und markiert das jeweils beste Bild. So können Sie die Dubletten schnell aussortieren und löschen. >Vergrößern

Der „Clean Master“ zeigt Ihnen doppelte Fotos an und markiert das jeweils beste Bild. So können Sie die Dubletten schnell aussortieren und löschen.

Wer mit dem Smartphone fotografiert, macht meist von einem Motiv mehrere Aufnahmen, um sicherzugehen, dass eine davon scharf ist. Die „Reservebilder“ werden jedoch selten wieder gelöscht, und so füllen sie unnötigerweise den Speicher des Smartphones. Nun ist es jedoch sehr mühsam, den Bilderordner nach Dubletten abzusuchen. Hierfür haben unsere nützlichen Helfer-Apps praktische Lösungen parat:

„Clean Master“ bietet gleich zwei Wege, um doppelte Fotos loszuwerden. Den „Foto-Bereiniger“ finden Sie in den „Werkzeugen“. Er analysiert alle Bilder und zeigt Ihnen diejenigen, die er für unscharf hält, in einem eigenen Ordner an. Ebenso verfährt er mit identischen Bildern oder Bilderserien. Dabei markiert er das Foto, das er für das beste hält, mit einem Stern. Im dritten Ordner „Meine Fotos“ listet er alle Verzeichnisse mit Bildern auf, also neben dem Camera-Ordner auch Downloads, Screenshots und Apps, die Bilder speichern.

Im Ordner „Meine Fotos“ finden Sie alle Bilder, die von Apps gespeichert werden. Darunter sind Screenshots, Bilder in Messengern nund Downloads. >Vergrößern

Im Ordner „Meine Fotos“ finden Sie alle Bilder, die von Apps gespeichert werden. Darunter sind Screenshots, Bilder in Messengern nund Downloads.

Alternativ zum oben beschriebenen Weg können Sie die Option „Doppelte Fotos“ des „Foto-Bereinigers“ auch über die Funktion „Speicher bereinigen –> Doppelte Fotos“ aufrufen. Dann müssen Sie sich jedoch zuerst durch die etwas unübersichtliche Auflistung aller löschbaren Daten kämpfen.

Die „SD Maid“ findet „Duplikate“, allerdings bezieht sich dies nicht nur auf Bilder, sondern auf alle Dateien. Dazu vergleicht sie die Prüfsummen aller Dateien auf Übereinstimmung. Der „Android Assistant“ hat dagegen keine Funktion, um Doppler aufzuspüren.

Downloads: Nicht mehr benötigte Dateien entfernen

Bei der „SD Maid“ (Bild) und dem „Android Assistent“ müssen Sie den Download-Ordner explizit aufrufen, um nicht mehr benötigte Dateien zu löschen. >Vergrößern

Bei der „SD Maid“ (Bild) und dem „Android Assistent“ müssen Sie den Download-Ordner explizit aufrufen, um nicht mehr benötigte Dateien zu löschen.

Der Download-Order Ihres Android-Mobilgeräts enthält nicht nur Dateien, die Sie explizit heruntergeladen haben. Auch wenn Sie beispielsweise nur einen Blick auf eine PDF-Speisekarte werfen wollen, landet diese oft ungewollt als Download auf Ihrem Smartphone. Daher lohnt es sich, in regelmäßigen Abständen den Download-Ordner zu durchforsten und überflüssige Dateien zu löschen.

Das können Sie entweder direkt im Download-Verzeichnis Ihres Mobilgeräts erledigen. Alternativ bietet der „Clean Master“ die Option „Speicher bereinigen, Bereinigen von Downloads“. Das umfasst übrigens auch APK-Dateien. Bei der „SD Maid“ müssen Sie über den „Explorer“ das Download-Verzeichnis aufrufen und manuell löschen. Ähnlich geht auch der „Android Assistant“ vor, der im „Dateimanager“ alle Downloads in einem eigenen Ordner anzeigt.

Speicherbelastung durch Provider-Apps

Sofern Sie einen Mobilfunkvertrag inklusive neuem Handy abgeschlossen haben, ist letzteres sehr wahrscheinlich mit einem Branding des Mobilfunkanbieters versehen. Denn die Provider installieren nicht selten noch eigene Software auf dem Smartphone vor. Der Haken dabei ist jedoch, dass sich die Anwendungen nicht ohne Weiteres entfernen lassen und den Speicher belasten. Viele Nutzer beklagen sich über die Apps, da diese kaum einen Mehrwert bieten und somit überflüssig sind.

Um solche Applikationen loszuwerden, benötigen Sie Root-Rechte. Anleitungen zum Rooten finden Sie im Internet, der Vorgang unterscheidet sich je nach Modell. Hierdurch erlischt dann zwar Ihr Garantieanspruch, allerdings können Sie den Root in der Regel wieder rückgängig machen.

Provider-Apps belasten unnötig den Speicher günstiger Smartphones – also Handy rooten und Apps entfernen. >Vergrößern

Provider-Apps belasten unnötig den Speicher günstiger Smartphones – also Handy rooten und Apps entfernen.

Anschließend laden Sie sich die App Titanium Backup . Bevor Sie die App benutzen, empfiehlt es sich, in den „Entwickler-Optionen“ noch den Modus „USB-Debugging“ zu aktivieren, damit keine Performance-Probleme auftreten. Das eigentlich als „Backup-Tool“ gedachte Programm eignet sich hervorragend zum Löschen vorinstallierter Apps, die vom Hersteller selbst sowie eventuell vom Provider vorinstalliert werden. Hierzu gehen Sie in der Anwendung auf den Punkt „Sichern/Wiederherstellen“, wählen die zu löschende App aus und tippen daraufhin auf „Deinstallieren“. Wir raten Ihnen, zuvor von sämtlichen Applikationen wie auch den dazugehörigen Daten eine Sicherungskopie zu erstellen. In der Pro-Version, die knapp 5 Euro kostet, können Sie das Backup sogar gleich in Ihre Dropbox hochladen, um den Telefonspeicher nicht zu belasten.

Außerdem ist es empfehlenswert, nicht übereifrig Apps zu löschen, ohne deren Aufgaben zu kennen. Um zu testen, ob bei einer Entfernung eine Systemstörung droht, können Sie ein Programm auch einfach einfrieren – das klappt allerdings lediglich in der Pro-Version. Das Einfrieren kommt einer Deaktivierung gleich, den Speicherplatz beansprucht die App aber weiterhin. Für den Fall, dass keine Fehler auftreten und Sie die Anwendung nicht verwenden, können Sie sie im Bedarfsfall löschen.

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Die besten Android-Smartphones(Bild 1 von 10)

> Platz 10: LG G6 >

Platz 10: LG G6

Note: 1,34

Das LG G6 punktet mit seinem hochwertigen Design und dem neuen Display-Format. Dagegen kommt eine ältere CPU im Flaggschiff unter und der Speicher ist mit 32 GB einfach zu klein für ein 2017er Flaggschiff - das macht die Konkurrenz besser! Immerhin laufen auf dem G6 aktuelles Android 7.0, der Google Assistant und einige eigene clevere Features, die LG integriert. Auch von der Kamera sind wir begeistert, da vor allem die Weitwinkel-Funktion in der Praxis oft Verwendung findet. Dass LG es mit dem G6 schwer hat, vor allem gegen das Galaxy S8, zeigt auch die Verkaufsstrategie. Zunächst einmal hat LG mit der Preisankündigung gewartet, bis die Verkaufspreise der S8-Modelle bekannt wurden und das G6 50 Euro unter dem S8 angesiedelt. Insgesamt beobachten wir einen krassen Preisverfall, denn das G6 gibt es bereits ab 335 Euro!

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Ausführlicher Test: LG G6 © LG zur Bildergalerie-Großansicht

Bessere Datenübersicht: Datencheck über USB-Anschluss

Sind Sie nun immer noch auf der Suche nach Speicherfressern, können Sie Ihr Smartphone auch mal per USB-Kabel an den PC anschließen und sich den Inhalt im Windows-Explorer ansehen. Zwar verhindert Android den Zugriff auf wichtige Teile des Speichers komplett, doch gerade bei Smartphones mit Micro-SD-Karte erhalten Sie zumindest über diesen Speicherbereich einen sehr guten Überblick.

Für besseren Datenschutz bei Android sollten Sie nicht alle Ihre Daten in die Cloud schicken lassen. In der Einstellungs- App können Sie das kontrollieren und einstellen. >Vergrößern

Für besseren Datenschutz bei Android sollten Sie nicht alle Ihre Daten in die Cloud schicken lassen. In der Einstellungs- App können Sie das kontrollieren und einstellen.

Sicherheit: Persönliche Daten nicht in die Cloud speichern

Android selbst und etliche andere Apps speichern Ihre Daten in der Cloud. Häufig ist das bequem, da sich so eine App bedenkenlos löschen und neu installieren lässt, ohne dass es zu einem Datenverlust kommt. Doch natürlich wandern so zum Teil auch sehr persönliche Daten ins Internet.

Um herauszufinden, welche App Ihre Daten ins Internet sendet, navigieren Sie zu „Einstellungen > Konten“ (oder ähnlich lautend). Dort sind die Apps aufgeführt, die persönliche Daten synchronisieren, was Sie an dieser Stelle jedoch auch unterbinden können.

Relevant: Google-Einstellungen optimal konfigurieren

Fazit Speicherreinigung: Wie kann man Datenmüll vermeiden?

Die Antwort lautet: Gar nicht. Sie können höchstens dafür sorgen, dass der Datenmüll nicht überhandnimmt. Daher unser Tipp: Führen Sie regelmäßig Apps wie „Clean Master“ und „SD Maid“ aus, um überflüssige Dateien und App-Rückstände zu entfernen. Außerdem sollten Sie die Micro-SD-Karte Ihres Smartphones, sofern vorhanden, immer mal wieder über den PC auslesen und auf diesem Weg Fotos und andere Dokumente, die Sie nicht immer bei sich haben müssen, sichern. Oder Sie lagern die Daten aus. Auf diese Weise schaufeln Sie wertvollen Speicherplatz frei, den Sie dann anderweitig nutzen können.

2) Betriebssystem

Wenn Ihr Android-Smartphone und die installierten Apps immer langsamer reagieren, ist es an der Zeit, in die Tiefen des Systems vorzudringen und dort die Bremsen zu lösen.

Android-Autostart ausmisten

Mit dem „Startup Manager“ verhindern Sie den automatischen Start von Apps, die Sie nicht immer benötigen. So beschleunigen Sie die Rechenleistung. >Vergrößern

Mit dem „Startup Manager“ verhindern Sie den automatischen Start von Apps, die Sie nicht immer benötigen. So beschleunigen Sie die Rechenleistung.

Wie bei Windows machen es sich auch unter Android viele Anwendungen unnötigerweise im Autostart bequem. Sie verlangsamen das System und verursachen Verzögerungen beim Starten von Apps und auch beim Reboot des Smartphones. Über die „normalen“ Einstellungen haben Sie jedoch keine Möglichkeit, den Autostart anzupassen. Dafür sind spezielle Apps wie der „ Startup Manager “ notwendig, der Ihnen unter dem Reiter „User“ alle von Ihnen installierten Apps auflistet, die automatisch gestartet werden.

Tippen Sie auf das Minussymbol neben einem Eintrag, um das Programm aus dem Autostart zu nehmen. Auf der Registerkarte „System“ finden Sie die System-Apps, die mit dem Betriebssystem gestartet werden. Diese sollten Sie nur deaktivieren, wenn Sie genau wissen, zu welcher Anwendung sie gehören und was sie bewirken.

Cachepartition leeren

Neben dem Cachespeicher für jede App besitzen Smartphones und Tablets noch eine Cachepartition. Diese Partition nutzt Android ausschließlich dazu, um temporäre Systemdateien abzulegen. Sie können diese in der Regel über den Recoverymodus löschen. Wir empfehlen Ihnen, diese Möglichkeit zu nutzen, wenn nach einem Systemupdate plötzlich Performance- oder Akkuprobleme auftauchen. Beim Löschen der Cachepartition gehen keine persönlichen Daten wie Bilder oder Whatsapp-Nachrichten verloren.

Die meisten Hersteller haben eine entsprechende Funktion in ihre Geräte integriert. Um diese aufzurufen, schalten Sie als Erstes Ihr Android-Gerät komplett aus und booten es anschließend im Recoverymodus. Welche Tastenkombination für Ihr Smartphone dafür notwendig ist, lässt sich schnell über das Internet ermitteln.

Abhängig vom Hersteller und Gerätemodell sieht das Menü jeweils ein wenig unterschiedlich aus. Der Menüeintrag lautet in der Regel jedoch meist „Wipe cache partition“. Wählen Sie den entsprechenden Menüeintrag aus, und bestätigen Sie Ihre Auswahl. Der Vorgang dauert in der Regel nur wenige Sekunden. Anschließend können Sie Ihr Smartphone mithilfe des Eintrags „Reboot system now“ neu starten.

Entwicklereinstellungen anpassen

Gerade bei etwas älteren Geräten mit wenig Arbeitsspeicher hilft auch die Optimierung der Animationen für einen schnelleren Aufbau der Fenster. Hierzu stehen Ihnen in den Entwicklereinstellungen drei Parameter zur Verfügung. Falls Ihnen die Entwicklereinstellungen nicht angezeigt werden, aktivieren Sie diese in den Einstellungen unter „Über das Telefon“ und mehrfaches Antippen des Eintrags „Buildnummer“. Rufen Sie anschließend das neue Menü „Entwickleroptionen“ auf, und navigieren Sie zum Abschnitt „Zeichnung“. An dieser Stelle finden Sie die drei Einträge „Maßstab Fensteranimation“, „Maßstab Übergangsanimation“ und „Maßstab für Animatorzeit“. Diese besitzen im Standard den Wert „Animationsmaßstab: 1x“. Verringern Sie den Wert als Erstes auf den Faktor 0,5x, und prüfen Sie, ob sich damit die Fenster schneller aufbauen. Entspricht der Wert noch nicht Ihren Erwartungen, schalten Sie anschließend die Animation komplett aus und versuchen es erneut.

Verzicht auf animierte Hintergründe

Ein weiterer Performance-Fresser sind Livehintergründe für Ihren Homescreen. Diese sorgen zwar für eine gewisse Abwechslung, benötigen dafür aber auch zusätzliche Systemressourcen. Falls Sie einen solchen Livehintergrund nutzen und Performance-Probleme haben, deaktivieren Sie diesen über „Einstellungen –> Display –> Hintergrund“ und wählen ein Bild oder ein Foto als statischen Inhalt aus.

Ebenfalls negativ auf die Performance können sich aktive Widgets auswirken, die etwa Nachrichten auf einem Startfenster darstellen. Diese nutzen teilweise animierte Bilder, Filme oder auch ein ständiges Nachladen von Inhalten. Versuchen Sie nach Möglichkeit, nicht allzu viele davon zu verwenden oder ganz darauf zu verzichten.

Hintergrunddaten beschränken

Beenden Sie unnötige Hintergrundprozesse einzelner Anwendungen mit der Anwendung „Advanced Task Killer“. >Vergrößern

Beenden Sie unnötige Hintergrundprozesse einzelner Anwendungen mit der Anwendung „Advanced Task Killer“.

Einige Apps bleiben unbemerkt im Hintergrund aktiv, obwohl Sie sie überhaupt nicht benötigen. Das kann sich ebenfalls negativ auf die Systemleistung auswirken, weil diese Apps die CPU und den Arbeitsspeicher unnötig belasten. Auch hier sollten Sie aber nicht einfach blind Apps einschränken: Beispielsweise müssen Systemapplikationen wie der Launcher oder die Benutzeroberfläche dauerhaft aktiv bleiben, da es sonst zum Systemabsturz kommen kann.

Manche Programme mit Internetanbindung bleiben aktiv, da sie dauerhaft Daten aus dem Netz einholen müssen, um Sie mit Neuigkeiten zu versorgen. Hierzu gehören beispielsweise Whatsapp, Facebook und Wetter-Apps. Um die Hintergrunddaten besonders einfach und schnell einzuschränken, genügt ein Taskmanager wie der „ Advanced Task Killer “. Nach dem Öffnen der App sehen Sie alle derzeit aktiven Anwendungen. Entfernen Sie das Häkchen rechts neben den Programmen, werden diese vom Beenden verschont. In den Einstellungen lässt sich das Bereinigungsintervall einstellen: Sie können wählen, ob die App alle paar Stunden die aktiven Apps beendet oder sogar bei jedem ausgeschalteten Bildschirm.

Alternativer Launcher

Ein Faktor, welcher vor allem die Navigation auf dem Smartphone, den Wechsel zwischen Fenstern und die generelle Handhabung beeinflusst, ist der Launcher. Die meisten Hersteller liefern einen eigenen Launcher aus, der mehr oder weniger überfrachtet mit Funktionen ist. Dies haben auch die Entwickler der alternativen Launcher erkannt, die besonders für ältere Geräte mit schwächeren Prozessoren ausgelegt sind. Zwei interessante und kostenlose Vertreter dieser Gattung sind der „Solo Launcher“ sowie der „Apus Launcher“.

Der „ Solo Launcher “ ist sehr beliebt unter den Android-Nutzern und wurde bereits über 100 Millionen Mal aus dem Play Store heruntergeladen. Der Erfolg ist sicherlich auch auf seine Performance zurückzuführen, die sich besonders bei älteren Geräten und solchen mit wenig Speicher oder einem schwächeren Prozessor positiv bemerkbar macht.

Der Launcher bietet eine überschaubare Anzahl von Konfigurationsmöglichkeiten, die innerhalb der Einstellungen übersichtlich angeordnet sind. Der Hersteller Solo bietet darüber hinaus noch zahlreiche zusätzlichen Apps an, die über den Launcher beworben werden.

Der „ Apus Launcher “ ist ebenfalls ein recht kompakter Launcher und hat eine Ausgangsgröße von rund 2 MB.

In den Einstellungen können Sie hier die wichtigsten Parameter hinterlegen, wobei sich die Entwickler auf das Wesentliche beschränkt haben. Die Einstellungen sind deswegen auch sehr übersichtlich und bieten neben der Definition von Gesten noch die Möglichkeit, Sucheinstellungen festzulegen und das Erscheinungsbild an Ihre Anforderungen anzupassen.

Schneller Surfen mit Opera

Die Standardbrowser, die mit den Smartphones ausgeliefert werden, sind in der Regel schon performant und auch von der Größe her kompakt. Wer allerdings generell mit seinem Hauptspeicher Probleme hat und viel im Internet unterwegs ist, sollte sich den „ Opera Mini “ als Alternative anschauen. Dieser bietet Ihnen mehrere Vorteile: Zum einen benötigt er bei einer Größe von nur 3,7 MB wenig Speicherplatz. Darüber hinaus bietet er unterwegs dank integriertem Werbefilter und dem Opera-Turbo auch bei langsamem Datennetz noch eine annehmbare Surfgeschwindigkeit. Die Suchanfragen werden über einen speziellen Proxy geleitet, welcher die Webseiten komprimiert und damit für ein deutlich geringeres Datenvolumen sorgt. Die jeweiligen Einsparungen können Sie sich direkt über das Hauptmenü ausgeben lassen.

3) Akkulaufzeit

Die größte Bremse in einem Smartphone ist der Akku. Früher oder später lässt die Kapazität des Stromspenders nach, und selbst ein voll geladener Akku hat nicht mehr die Laufzeit, die er beim Kauf hatte. Andererseits gibt es auch Apps, die sich als wahre Leistungsfresser entpuppen und den Akku in kurzer Zeit leersaugen. Beugen Sie also der Stromknappheit vor!

Energiefresser ausfindig machen

TaktfreIn den Einstellungen Ihres Smartphones können Sie in den Energieoptionen den Stromverbrauch der einzelnen Apps und des gesamten Systems aufrufen. >Vergrößern

TaktfreIn den Einstellungen Ihres Smartphones können Sie in den Energieoptionen den Stromverbrauch der einzelnen Apps und des gesamten Systems aufrufen.

Damit der Akku möglichst lange durchhält, sollten Sie die größten Energieverbraucher bei Nichtgebrauch deaktivieren oder die Arbeitsintensität einzelner Features manuell herunterschrauben. Als Allererstes verringern Sie die Bildschirmhelligkeit in Innenräumen. Gehen Sie ins Freie, können Sie die Helligkeit wieder erhöhen.

Darüber hinaus können Sie die Ortung deaktivieren, solange Sie keine Navigation oder Ähnliches planen. Falls doch und falls es nicht so genau sein muss, können Sie zumindest die Präzision verringern. Passen Sie dazu die Ortungsart unter „Einstellungen –> Standorte –> Modus“ an. Wählen Sie die „Stromsparfunktion“, damit das Smartphone nur via aktivem WLAN und 3GNetz Ihren Standpunkt sucht. GPS verbraucht nämlich deutlich mehr Strom.

Sind Sie unterwegs und surfen dort über das 3G-Netz im Internet, brauchen Sie kein WLAN. Also sollten Sie die WLAN-Funktion ausschalten. Denn gehen Sie an Wohnhäusern, Restaurants oder öffentlichen Hotspots vorbei, scannt das Smartphone ständig die WLAN-Netze, um sich mit einem davon verbinden zu können – und ja, auch das verbraucht unnötigen Strom.

Weil Sie in der Regel nachts schlafen und nicht gestört werden wollen, können Sie sogar den Flugmodus Ihres Handys aktivieren. Daraufhin werden alle Funkverbindungen, darunter auch Bluetooth und NFC, die Sie im Normalfall ebenfalls stets deaktiviert haben sollten, gekappt.

Denken Sie unbedingt daran, die Vibration beim Tippen und die Tastentöne auszustellen. Vor allem wenn Sie viel chatten oder produktiv mit dem Gerät arbeiten wollen, verbrauchen diese unnötig viel Strom.

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WLAN-Apps für Android(Bild 1 von 25)

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Energiesparmodi in Android nutzen

Der Energiesparmodus in Android 6 und 7 deaktiviert verschiedene Funktionen des Smartphones, um den Akku zu schonen. >Vergrößern

Der Energiesparmodus in Android 6 und 7 deaktiviert verschiedene Funktionen des Smartphones, um den Akku zu schonen.

Ab Werk bieten Android 5 und darunter keinen besonderen Energiesparmodus. Unter „Einstellungen –> Akkuschonfunktion“ können Sie zumindest die Synchronisation der im Hintergrund laufenden Anwendungen ausschalten. Beispielsweise beziehen Spiele, auch wenn sie nicht aktiv ausgeführt werden, Daten aus dem Internet, um Ihnen etwa Werbung oder Spielezusätze per Benachrichtigung anzuzeigen. Dieser ständige Datenaustausch kostet Strom, obwohl Sie das Gerät nicht aktiv nutzen. Deshalb gibt es Energiesparmodi, die den Stromverbrauch auf ein Minimum durch Abschaltung großer Energiefresser reduzieren.

Google hat ab Android 6 Lollipop eine neue Akkutechnik namens Doze integriert. Diese kommt zum Tragen, wenn der Bildschirm eine bestimmte Zeit nicht aktiv ist. Dann geht das Smartphone oder Tablet in den Stromsparmodus, und das Betriebssystem unterbindet auch die Netzwerkkommunikation der Apps. Die Akkulaufzeit des Geräts hat in diesem Fall oberste Priorität. Sobald Sie das Gerät wieder aufwecken, funktionieren alle Apps weiter wie gewohnt.

Unter Android 6 erreichen Sie die Funktion über "Einstellungen -> Gerät -> Batterie" dort dann auf die drei Punkte tippen und "Akku-Leistungsoptimierung" wählen. Bei Android 7 über finden Sie das (umgekehrte) Menü über "Einstellungen -> Allgemein -> Akku & Energiesparen -> Akkuverbrauch -> Optimierungen ignorieren".

Energiesparmodi der Hersteller

Alle großen Smartphone-Hersteller statten ihre Geräte mit einem Energiesparmodus aus, den Sie in den Einstellungen unter „System“ beziehungsweise „Allgemein“ und „Power“ oder „Akku“ finden. Die Auswirkungen sind von Hersteller zu Hersteller verschieden: Bei Samsung wechseln Sie von der farbenfrohen Normalansicht in eine Schwarz-Weiß-Umgebung mit abgespecktem Homescreen und ausgewählten Apps wie Telefon, SMS und Internet via 3G. Bei HTC fährt die CPU ihre Leistung zurück, die Vibration schaltet sich ab, und nur dringend benötigte Apps sind ausführbar. Bei LG können Sie selbst die Funktionen auswählen, die abgestellt und verändert werden sollen, wenn sich die Ladung dem Ende zuneigt.

Tipp: Die besten Android-Smartphones im Test

Für Fortgeschrittene: „Undervolting“

Mit dem „Antutu Tester“ überprüfen Sie, ob sich die Laufzeit des Akkus positiv verändert hat. Der Test kann bis zu fünf Stunden dauern. >Vergrößern

Mit dem „Antutu Tester“ überprüfen Sie, ob sich die Laufzeit des Akkus positiv verändert hat. Der Test kann bis zu fünf Stunden dauern.

In der App „ Set CPU “ können Sie die Stromaufnahme Ihrer CPU drosseln, um eine längere Akkulaufzeit zu erreichen. Eine weitere App dazu ist „ Voltage Control “. Diese erlaubt es Ihnen ebenfalls, neben den Taktfrequenzen des Prozessors die anliegende Spannung zu verändern. Dazu steht Ihnen die Ansicht „Voltages“ zur Verfügung. Wählen Sie dabei die entsprechende Taktfrequenz aus, und passen Sie mithilfe des Schiebereglers den Spannungswert nach unten an. Starten Sie anschließend Ihr Smartphone neu, und prüfen Sie, ob es stabil läuft. Ist dies der Fall, können Sie zusätzlich über einen Batterie-Benchmark prüfen, ob sich Ihre Änderungen positiv auf die Laufzeit ausgewirkt haben. Ein solcher Test steht Ihnen mit dem „ Antutu Tester “ zur Verfügung. Bei den Auswertungen müssen Sie allerdings Geduld mitbringen, denn der komplette Test dauert an die fünf Stunden.

4) Hardware tunen

Jeder Smartphone-Hersteller hat die CPU in seinen Geräten für den Betrieb mit einer bestimmten Taktrate und einer vorgesehenen Spannung ausgelegt. Dennoch haben die meisten CPUs Leistungsreserven, die nie abgerufen werden. An dieser Stelle setzt das Übertakten beziehungsweise Overclocking an. Dabei versuchen Sie, mittels höherer Taktraten oder Spannung mehr Leistung aus der CPU herauszukitzeln.

Doch Vorsicht: Beim Übertakten von Hardware kann es immer zu Schäden kommen. Diese Anleitung beschreibt das Vorgehen. Behalten Sie immer die Temperatur Ihrer CPU im Blick. Arbeiten Sie immer nur in kleinen Schritten, und versuchen Sie nie, gleich das Maximum zu erzielen.

Prozessor per „Set CPU“ übertakten

In der Übersicht „Main“ legen Sie den Bereich der Taktfrequenz fest. Dies kann auch automatisiert beim Booten des Geräts erfolgen. >Vergrößern

In der Übersicht „Main“ legen Sie den Bereich der Taktfrequenz fest. Dies kann auch automatisiert beim Booten des Geräts erfolgen.

Eine interessante und leistungsstarke App zum Übertakten des Prozessors Ihres Smartphones ist die erwähnte kostenpflichtige App „ Set CPU “. Wenn Sie diese zum ersten Mal starten, fragt „Set CPU“ nach den entsprechenden Root-Rechten. Weisen Sie diese über eine App wie „ Super SU “ Ihrer Anwendung zu. Eine Anleitung zum Rooten finden Sie hier .

Die wesentliche Arbeit des Übertaktens findet anschließend auf der Registerkarte „Main“ statt. Sie sehen im oberen Teil des Fensters die aktuelle Taktfrequenz der CPU sowie die Festlegungen für die Grenzwerte der Taktfrequenz. Diese stellen Sie mithilfe von zwei Reglern nach Ihren eigenen Erfordernissen ein. Zusätzlich gibt es noch ein Kontrollkästchen, mit dem Sie die Werte beim Start Ihres Smartphones automatisch wieder laden.

Sie können verschiedene Profile festlegen und diese mit einem auslösenden Ereignis verknüpfen. >Vergrößern

Sie können verschiedene Profile festlegen und diese mit einem auslösenden Ereignis verknüpfen.

Innerhalb des Menüs „Profiles“ können Sie bestimmte Regeln hinterlegen. Abhängig von einem Ereignis lässt sich zudem ein Leistungsprofil für Ihre CPU definieren. Die Abarbeitung der Regeln und Profile erfolgt anschließend von oben nach unten. Wird ein Profil gefunden, dessen Bedingung erfüllt ist, wird dieses angewendet und die weitere Analyse beendet.

Sie können jederzeit neue Profile anlegen. Klicken Sie dazu auf das Pluszeichen, und geben Sie im ersten Schritt die Eintrittsbedingung an. Wenn die Leistung Ihres Akkus beispielswese unter 15 Prozent fällt, dann soll die maximale Taktfrequenz Ihrer CPU noch 950 MHz sein.

Auf dem Hauptbildschirm (auf Deutsch) des „CPU Tuners“ legen Sie den Frequenzbereich Ihrer CPU fest. >Vergrößern

Auf dem Hauptbildschirm (auf Deutsch) des „CPU Tuners“ legen Sie den Frequenzbereich Ihrer CPU fest.

Für die Umsetzung wählen Sie aus der Liste der Bedingungen die Rubrik „Battery Level“ aus und auf dem Slider die 15 Prozent als Wert. Gehen Sie anschließend mit der Schaltfläche „Next“ weiter, und hinterlegen Sie die Aktion. Legen Sie zum Abschluss die Priorität dieses Profils fest. Dies ist entscheidend für die Abarbeitungsreihenfolge: Je höher diese ist, desto wahrscheinlicher kommt die Regel zur Ausführung. Am Ende sehen Sie alle Regeln in der Ansicht „Profiles“.

Sie haben die Möglichkeit, innerhalb des „CPU Tuners“ verschiedene Profile zu setzen. >Vergrößern

Sie haben die Möglichkeit, innerhalb des „CPU Tuners“ verschiedene Profile zu setzen.

Abhängig vom verwendeten Android-Kernel gibt es auch noch einen Menüpunkt „Voltage“. In diesem sehen Sie alle zur Verfügung stehenden Taktfrequenzen Ihres Prozessors und die möglichen Spannungen. Im Normalfall sind diese höher als für den Betrieb des Prozessors notwendig. Wenn Sie die Spannung für eine bestimmte Taktfrequenz verändern möchten, dann tippen Sie den entsprechenden Takt an. Passen Sie diesen der gewünschten neue Frequenz an, und bestätigen Sie die Änderung mithilfe der „Apply“ Schaltfläche.

5) Datenverbrauch

Viele Apps ziehen sich Updates aus dem Internet, ohne dass Sie davon etwas mitbekommen. Die Folge: Ihre Internetverbindung wird lahm – und das Datenvolumen ist viel schneller zu Ende. Es gibt jedoch Wege und Möglichkeiten, den Datenverbrauch Ihres Handys deutlich einzuschränken

Automatische Updates nur per WLAN

Sie sollten App-Aktualisierungen lediglich im WLAN gestatten, denn sonst ist Ihr Datenvolumen schnell erschöpft. >Vergrößern

Sie sollten App-Aktualisierungen lediglich im WLAN gestatten, denn sonst ist Ihr Datenvolumen schnell erschöpft.

Wenn Sie viele Apps auf dem Smartphone haben, zehren allein die Updates dafür gehörig am Datenvolumen. Erlauben Sie deshalb ein automatisches Update nur noch per WLAN. Dazu öffnen Sie die Google-Play-Store-App, danach über die drei Linien links oben das App-Menü. Wählen Sie in den „Einstellungen“ nun „Automatische App- Updates“. Hier haben Sie die Möglichkeit, die automatischen Updates komplett abzustellen. Am besten wählen Sie aber „Automatische App-Updates nur über WLAN zulassen“.

Hintergrundaktualisierungen stoppen

Mit dieser Option verbieten Sie den entsprechenden Anwendungen, aktuelle Infos über die mobilen Daten herunterzuladen. >Vergrößern

Mit dieser Option verbieten Sie den entsprechenden Anwendungen, aktuelle Infos über die mobilen Daten herunterzuladen.

Ein weiterer Datenfresser sind die Hintergrunddaten, die viele Ihrer installierten Applikationen automatisch aus dem Netz ziehen, um Ihnen sofort die neuesten Informationen zu Verfügung stellen zu können, wenn Sie sie aufrufen: Die Aktien-App holt sich aktuelle Aktienkurse, die Wetter-App schaut nach den Vorhersagen. Das gilt auch für Apps, für die Sie ein eigenes Nutzerkonto eingerichtet haben, etwa Dropbox. Hier können erhebliche Datenmengen anfallen. Normalerweise müssen Sie diese automatische Aktualisierung beim Einrichten der App oder des Kontos freigeben. Damit der Datenverkehr nur stattfindet, wenn Sie im WLAN sind, sollten Sie die automatischen Aktualisierungen abschalten oder für bestimmte Apps verbieten. Öffnen Sie hierfür die Einstellungs-App auf Ihrem Android-Smartphone, und scrollen Sie zum Bereich „Apps“. Hier wählen Sie die jeweilige Anwendung aus, für die Sie die Aktion vornehmen wollen, und tippen Sie sie an. Entscheiden Sie sich dann für den Menüpunkt „Datenverbrauch“ und anschließend für die Option „App-Hintergrunddaten beschränken“.

Kontensynchronisierung unterbinden

Wenn Sie die automatische Kontensynchronisierung unterbinden, sparen Sie wertvolle Daten. >Vergrößern

Wenn Sie die automatische Kontensynchronisierung unterbinden, sparen Sie wertvolle Daten.

Standardmäßig synchronisiert Google alle App-Daten der auf Ihrem Gerät installierten Google-Anwendungen samt Updates mit Ihrem Konto. Die Synchronisierung belastet aber Ihr Datenvolumen sowie Ihren Akkuverbrauch. Um dies zu unterbinden, können Sie die automatische Synchronisierung verhindern. Öffnen Sie die Einstellungs-App, und suchen Sie unter „Nutzer“ den Punkt „Konten“. Tippen Sie oben rechts auf die drei Punkte und dann auf „Daten automat. synchronisieren“. Anschließend müssen Sie Ihr Konto allerdings manuell synchronisieren. Die Aktualisierungen können Sie dann aber bewusst im WLAN vornehmen. Um den Vorgang manuell durchzuführen, tippen Sie unter „Konten“ auf Ihr Google-Konto, dann auf die drei Punkte oben rechts, danach auf „Jetzt synchronisieren“.

Löschen Sie alte, nicht mehr genutzte WLAN-Verbindungen aus den WLANEinstellungen. Das reduziert den Datenverkehr und steigert die Sicherheit. >Vergrößern

Löschen Sie alte, nicht mehr genutzte WLAN-Verbindungen aus den WLANEinstellungen. Das reduziert den Datenverkehr und steigert die Sicherheit.

Datenlimit und Warnungen einrichten

Bei Android-Geräten können Sie sowohl eine Warnung als auch ein Datenlimit festlegen. Ist dies überschritten, werden die mobilen Daten automatisch deaktiviert. >Vergrößern

Bei Android-Geräten können Sie sowohl eine Warnung als auch ein Datenlimit festlegen. Ist dies überschritten, werden die mobilen Daten automatisch deaktiviert.

Damit Sie nicht aus Versehen schon in der Mitte des Monats Ihr komplettes Datenvolumen aufgebraucht haben und anschließend entweder langsam surfen oder tief in Tasche greifen, haben Android-Geräte ein praktisches Feature in petto. So können Sie nicht nur eine Warnung einstellen, wenn Sie ein gewisses Datenvolumen verbraucht haben, sondern auch ein Datenlimit festlegen. Die entsprechenden „Stellschrauben“ finden Sie in der Einstellungs-App unter dem Punkt „Datenverbrauch“. Verschieben Sie per Antippen die Linie für die Warnung, und aktivieren Sie, wenn gewünscht, das Limit für mobile Daten per Schieberegler. Anschließend legen Sie auch hier mit der roten Linie Ihre Obergrenze fest. Überschreiten Sie diese, deaktiviert Ihr Smartphone automatisch die mobilen Daten, und Sie tappen nicht in die Kostenfalle.

Zur Sicherheit alte WLAN-Verbindungen löschen

Nicht nur Apps und Dateien benötigen ab und zu eine Entrümpelung. Auch die WLAN-Verbindungen profitieren davon. Denn Android sendet laufend die Daten zu gespeicherten WLAN-Verbindungen aus. Diese Funktion dient eigentlich dazu, dass sich das Smartphone möglichst schnell mit einem bekannten WLAN verbinden kann. Sie führt allerdings auch dazu, dass jeder in der Nähe Ihres Smartphones die ausgesendeten Daten empfangen kann. Mit etwas technischem Know-how und Zugriff auf die Geodaten von WLAN-Routern lassen sich Ihre Aufenthaltsorte dann ganz leicht ausfindig machen.

Unser Tipp daher: Löschen Sie alle nicht mehr benötigten WLAN-Hotspots aus der Liste Ihres Smartphones. Wählen Sie dazu in den Einstellungen die Option „Verbindungen, WLAN“ beziehungsweise „Drahtlos & Netzwerke –> WLAN“. Dort findet sich die Liste mit allen jemals verbundenen WLANs (bei Sony und Google ist ein Zwischenschritt über das Zahnrad nötig, danach „Gespeicherte Netzwerke“). Tippen Sie länger auf einen Eintrag, um ihn zu löschen. Bei manchen Smartphone-Modellen tippen Sie den Eintrag auch nur kurz an und wählen „Vergessen“.

Zurücksetzen auf Werkseinstellungen

Bringen all diese Aktionen nicht den gewünschten Effekt, hilft oftmals als letzter Ausweg nur ein komplettes Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen. Diesen Weg versuchen verständlicherweise die meisten Anwender hinauszuzögern, solange es geht, da damit auch ein komplettes Neuaufsetzen des Smartphones verbunden ist. Dies lässt sich mit der richtigen Backup-Strategie jedoch einfach bewerkstelligen.

Prüfen Sie im ersten Schritt, in welchen Apps Sie private Daten auf Ihrem Smartphone oder Tablet abgespeichert haben. Dies sind in der Regel Messaging-Apps, die Galerie, aber auch Adressen und Telefonnummern in den Kontakten. Android bietet Ihnen über die Backup-Funktion eine zuverlässige Möglichkeit zur Speicherung der wichtigsten Inhalte wie App-Daten, Anruflisten, Kontakte oder auch der Kalendereinträge. Eine komplette Übersicht, welche Objekte gesichert werden, finden Sie in den Einstellungen entweder direkt in den Nutzerdaten unter „Sichern & zurücksetzen“ oder bei Android 8 über „System –> Sicherung“.

Prüfen Sie, wann die letzte Sicherung durchgeführt wurde. Falls keine aktuelle Sicherung existiert, stoßen Sie diese manuell an. Dazu gehen Sie in den Einstellungen auf „Konten“ und wählen das Google-Konto aus. Dort sehen Sie in der Übersicht, welche Objekte mit Google Drive synchronisiert werden.

Aktivieren Sie gegebenenfalls die noch fehlenden Objekte, und starten Sie eine neue Synchronisierung manuell über den Menüeintrag „Jetzt synchronisieren“. Messagingdienste haben in der Regel eine eigene Funktion zum Sichern der Nachrichten sowie der verschickten Bilder und Filme. Bei Whatsapp ist diese beispielsweise in den Einstellungen unter „Chats –> Chat-Backup“ zu finden.

Damit haben Sie die Basis geschaffen, Ihr Endgerät auf Werkseinstellungen zurückzusetzen. Dazu stehen Ihnen zwei Möglichkeiten zur Verfügung: entweder in den Einstellungen Ihres Smartphones unter „Sichern & zurücksetzen –> Auf Werkszustand zurück“ oder unter Android 8 unter „System –> Optionen zurücksetzen –> Alle Daten löschen“. Alternativ dazu können Sie auch ins Recoverymenü gehen und dort die Funktion „Wipe data –> Factory reset“ nutzen.

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